Evangelische Kirchengemeinde Walsum-Vierlinden © Evangelische Kirchengemeinde Walsum-Vierlinden 2018

Herbstsynode 2019

Der Superintendentenbericht gehört zur Herbstsynode des ev. Kirchenkreises Dinslaken wie die zeit- gleich stattfindende Martinikirmes zur Stadt. Und so erwartete die Delegierten aus den acht Gemeinden in der Region eine gewohnt sachliche Auskunft über die Arbeit von Diakonie, Ev. Kinderwelt, Verwaltung und Kirchengemeinden. Pfr. Waldhausens Lob über das vielfältige innerkirchliche und gesellschaftliche Engagement nahm die Synode mit freundlicher Zustimmung zur Kenntnis. Den meisten Beifall erhielt der Superintendent je- doch für seine Bemerkungen zu den jüngsten Auseinandersetzungen über den Bürgerantrag, Dinslaken zu einer sicheren Hafenstadt für Flüchtlinge zu ma- chen. Die kritischen Äußerungen eines Dinslakener Ratsherrn zum Thema hatte Gerd Greiner, früher Flüchtlingspfarrer im Kirchenkreis, in einem offenen Brief als antisemitisch und rassistisch bezeichnet. Waldhausen dazu wörtlich: „Christinnen und Christen, Jüdinnen und Juden und in einem Atemzug auch Flüchtlinge werden mit antisemitischen und rechtslastigen Formulierungen ver- höhnt und herabgewürdigt.“ Der Superintendent dankte Pfr. Greiner und Thomas Koch (Stadtrat und Mitarbeiter des Ev. Kirchenkreises) für ihre deutliche Stellungnahmen gegen die Diffamierungen. Schon zuvor hatte Dinslakens stell- vertretender Bürgermeister Thomas Groß in seinem Grußwort vor der Synode die Notwendigkeit herausgestrichen, fremdenfeindlichen Äußerungen im Stadtrat entschieden zu widersprechen und öffentlich Stellung zu beziehen. Auch er dankte Greiner für sein Engagement. Inhaltlich setzte die Synode Akzente in Richtung auf gemeindeübergreifende Arbeit. Die Kooperationen zwischen benachbarten Kirchengemeinden werden ausgebaut. Künftig ist dem Kreissynodalvorstand zweimal im Jahr Bericht über Fortschritte in der Zusammenarbeit zu erstatten. Auf derselben Linie liegen die Beschlüsse zur Errichtung von zwei kreiskirchlichen Pfarrstellen. Sie sollen bei Pfarrvakanzen in den betroffenen Gemeinden zum Einsatz kommen und Übergänge mitgestalten. Mit Pfr. Marco Dennig ist der erste für diese Aufgaben ereits gefunden worden, er wird die Assessorin Susanne Jantsch in Spellen- Friedrichsfeld entlasten und des Weiteren in der Kirchengemeinde Walsum- Vierlinden zum Einsatz kommen. Neues kann auch die Dislakener Diakonie vermelden. Sie wird ihre Geschäftstätigkeit um zwei Aufgabenfelder erweitern und sich künftig auch zusätzlich im Quartiersmanagement in Lohberg sowie dem Projekt „Jugend zeigt Perspektive“ engagieren. Dahinter verbirgt sich das Bemühen, junge Menschen, die durch soziale Sicherungssysteme gefallen sind, in das Sozialsystem zurückzuholen und ihnen eine menschenwürdige Perspektive zu bieten. Die Diakonie, so Geschäftsführerin Alexandra Schwedtmann, verstehe sich als Anwalt derer, die keine Lobby hätten. Sie rief die Synode wie auch die Kirchengemeinden dazu auf, Flagge zu zeigen und die Stimme laut gegen soziale Ausgrenzung, Rassismus und für die Einhaltung deer demokaratischen wie christlichen Werte zu erheben. Zum Schluss gab's Zahlen: Von 11,8 Millionen Euro Kirchensteuern bleiben nach Abzug für landes- und kreiskirchliche Aufgaben noch 2,8 Millionen Euro für die Arbeit der Kirchengemeinden vor Ort übrig. Auf den ersten Blick scheint das nicht viel. Zu berücksichtigen ist dabei jedoch, dass die dicksten Batzen (Kindertagesstättenarbeit, zentrales Verwaltungsamt sowie die Pfarrbesoldung) seit einigen Jahren auf die Ebene des Kirchenkreises verlagert wurden. Die Gemeinden halten dagegen Mitarbeitende in der Jugend und Seniorenarbeit, in der Kirchenmusik, dem Küsterdienst und den Gemeindesekretariaten vor. Die nächste Synode findet am 5. Juni 2020 in Spellen-Friedrichsfeld statt.

Diakonie setzt ein

Zeichen der Solidarität

Taschenverkauf für Integrations- und Bildungsprojekt für Flüchtlinge auf Lesbos Bei der Diakonie Dinslaken weiß man, wie wichtig es für das Selbstwertgefühl und die eigene Würde ist, Arbeit zu haben und sich für den eigenen Lebensunterhalt zumindest etwas dazu verdienen zu können. Darum hat die Geschäftsführerin Alexandra Schwedtmann beschlossen, das Integrations- und Bildungsprojekt für Flüchtlinge auf Lesbos zu unterstützen, für das auch der Ev. Kirchenkreis und der Eine-Welt-Laden Dinslaken sich engagieren. In diesem Projekt von Lesvos Solidarity, das dessen Leiterin Efi Latsoudi im Mai in Dinslaken vorgestellt hat, stellen Flüchtlinge und Einheimische der Insel Lesbos Taschen aus Rettungswesten her. Diese Westen sind von Flüchtlingen bei der Überquerung des Meeres genutzt und an der Küste von Lesbos zurückgelassen worden. Nun werden sie durch die Weiterverarbeitung zu Taschen zum Zeichen der Hoffnung für die, die in dem Upcycling-Projekt arbeiten. Die Flüchtlinge sitzen auf Lesbos fest, oft Monate oder Jahre und das Warten macht sie krank. Die Arbeit im Projekt gibt Ihnen etwas Würde zurück. Sie können so zu ihrem Lebensunterhalt beitragen und sich durch die Fertigung der Taschen aus weggeworfenem Material etwas verdienen. Darüber hinaus hilft das Projekt den Flüchtlingen, sie in die Gesellschaft vor Ort zu integrieren. Das ermöglicht der Ansatz von Lesvos Solidarity, bei dem Flüchtlinge und einheimische Inselbewohner zusammen im Projekt arbeiten. Die Diakonie Dinslaken will die Lesbos-Taschen ab sofort an ihren Dinslakener Standorten an der Wiesenstr. 44, der Duisburger Str. 103 und im Café Komm (Bahnhofsplatz 4-6) vorhalten und auf Wunsch verkaufen (je nach Tasche zw. 8 und 25 €). Damit soll gleichzeitig ein Zeichen gesetzt werden, um die Menschen hier auf die unwürdigen Bedingungen für Flüchtlinge auf Lesbos aufmerksam zu machen. Der Erlös geht an Lesvos Solidarity. Von dem Geld können Übersetzer bezahlt werden oder Bustickets, die die Flüchtlinge für den Weg von ihrer Unterkunft zur Arbeit im Taschenprojekt brauchen Fotos: Lesvos Solidarity

„ChamberJazz goes Christmas“

beim Rendezvous

nach Ladenschluss im Dezember

Das Trio ChamberJazz ist nicht zum ersten Mal beim Rendezvous nach Ladenschluss zu Gast. Schon im März 2017 begeisterte das Trio in der Ev. Stadtkirche Dinslaken ( Duisburgerstr. 9 ) mit seinem leuchtenden Kammerjazz. Typisch für ChamberJazz ist es, dass die Musiker sich durch viele Stilrichtungen bewegen und sich die besten Zutaten aus Pop, Jazz, Folk und Klassik herausgreifen, um den eigenen Sound daraus entstehen zu lassen. Aber warum „geht ChamberJazz nun eigentlich Weihnachten"? In Weihnachtsliedern aus aller Welt „gibt es eine besondere Substanz, ein Gefühl hinter den Noten, das sich aus dem Schlaf wecken lässt und das lebendig in andere Musikstile hinüber greifen kann: Verspielt und tiefsinnig, frech und fröhlich, aber auch melancholisch und ganz zart“, sagt Matthias Keidel, Saxophonist der Gruppe. ChamberJazz verzaubert Stücke wie "Maria durch ein Dornwald ging", "Little Drummer Boy" oder "We wish you a merry christmas", von "Stille Nacht" mal ganz zu schweigen. Drei Instrumente - Gitarre (Georg Dybowski), Saxophon (Matthias Keidel) und E- Bass (Fritz Roppel) - unterhalten sich im Konzert darüber, wie man diese Klassiker "entstauben" und auf eine inspirierte und neue Weise zum Klingen bringen kann. Wie beim letzten Mal werden die drei Musiker am 10.12. auch diesmal die Musik wieder selbst mit Texten kombinieren. Dabei wird es die eine oder andere freudige Überraschung geben. Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr und ist kostenlos, es wird am Ausgang um eine Spende gebeten. Veranstalter ist der Förderverein Kultur und Evangelische Kirche in Dinslaken e. V..
Superintendet Friedhelm Walshausen und Pfarrer Marco Dennig
© Ev. Kirchengemeinde Walsum-Vierlinden 2018

Herbstsynode 2019

Der Superintendentenbericht gehört zur Herbstsynode des ev. Kirchenkreises Dinslaken wie die zeitgleich stattfindende Martinikirmes zur Stadt. Und so erwartete die Delegierten aus den acht Gemeinden in der Region eine gewohnt sachliche Auskunft über die Arbeit von Diakonie, Ev. Kinderwelt, Verwaltung und Kirchengemeinden. Pfr. Waldhausens Lob über das vielfältige innerkirchliche und gesellschaftliche Engagement nahm die Synode mit freundlicher Zustimmung zur Kenntnis. Den meisten Beifall erhielt der Superintendent jedoch für seine Bemerkungen zu den jüngsten Auseinandersetzungen über den Bürgerantrag, Dinslaken zu einer sicheren Hafenstadt für Flüchtlinge zu machen. Die kritischen Äußerungen eines Dinslakener Ratsherrn zum Thema hatte Gerd Greiner, früher Flüchtlingspfarrer im Kirchenkreis, in einem offenen Brief als antisemitisch und rassistisch bezeichnet. Waldhausen dazu wörtlich: „Christinnen und Christen, Jüdinnen und Juden und in einem Atemzug auch Flüchtlinge werden mit antisemitischen und rechtslastigen Formulierungen verhöhnt und herabgewürdigt.“ Der Superintendent dankte Pfr. Greiner und Thomas Koch (Stadtrat und Mitarbeiter des Ev. Kirchenkreises) für ihre deutliche Stellungnahmen gegen die Diffamierungen. Schon zuvor hatte Dinslakens stellvertretender Bürgermeister Thomas Groß in seinem Grußwort vor der Synode die Notwendigkeit herausgestrichen, fremdenfeindlichen Äußerungen im Stadtrat entschieden zu widersprechen und öffentlich Stellung zu beziehen. Auch er dankte Greiner für sein Engagement. Inhaltlich setzte die Synode Akzente in Richtung auf gemeindeübergreifende Arbeit. Die Kooperationen zwischen benachbarten Kirchengemeinden werden ausgebaut. Künftig ist dem Kreissynodalvorstand zweimal im Jahr Bericht über Fortschritte in der Zusammenarbeit zu erstatten. Auf derselben Linie liegen die Beschlüsse zur Errichtung von zwei kreiskirchlichen Pfarrstellen. Sie sollen bei Pfarrvakanzen in den betroffenen Gemeinden zum Einsatz kommen und Übergänge mitgestalten. Mit Pfr. Marco Dennig ist der erste für diese Aufgaben ereits gefunden worden, er wird die Assessorin Susanne Jantsch in Spellen-Friedrichsfeld entlasten und des Weiteren in der Kirchengemeinde Walsum- Vierlinden zum Einsatz kommen. Neues kann auch die Dislakener Diakonie vermelden. Sie wird ihre Geschäftstätigkeit um zwei Aufgabenfelder erweitern und sich künftig auch zusätzlich im Quartiersmanagement in Lohberg sowie dem Projekt „Jugend zeigt Perspektive“ engagieren. Dahinter verbirgt sich das Bemühen, junge Menschen, die durch soziale Sicherungssysteme gefallen sind, in das Sozialsystem zurückzuholen und ihnen eine menschenwürdige Perspektive zu bieten. Die Diakonie, so Geschäftsführerin Alexandra Schwedtmann, verstehe sich als Anwalt derer, die keine Lobby hätten. Sie rief die Synode wie auch die Kirchengemeinden dazu auf, Flagge zu zeigen und die Stimme laut gegen soziale Ausgrenzung, Rassismus und für die Einhaltung deer demokaratischen wie christlichen Werte zu erheben. Zum Schluss gab's Zahlen: Von 11,8 Millionen Euro Kirchensteuern bleiben nach Abzug für landes- und kreiskirchliche Aufgaben noch 2,8 Millionen Euro für die Arbeit der Kirchengemeinden vor Ort übrig. Auf den ersten Blick scheint das nicht viel. Zu berücksichtigen ist dabei jedoch, dass die dicksten Batzen (Kindertagesstättenarbeit, zentrales Verwaltungsamt sowie die Pfarrbesoldung) seit einigen Jahren auf die Ebene des Kirchenkreises verlagert wurden. Die Gemeinden halten dagegen Mitarbeitende in der Jugend und Seniorenarbeit, in der Kirchenmusik, dem Küsterdienst und den Gemeindesekretariaten vor. Die nächste Synode findet am 5. Juni 2020 in Spellen-Friedrichsfeld statt.

Diakonie setzt ein

Zeichen der Solidarität

Taschenverkauf für Integrations- und Bildungsprojekt für Flüchtlinge auf Lesbos Bei der Diakonie Dinslaken weiß man, wie wichtig es für das Selbstwertgefühl und die eigene Würde ist, Arbeit zu haben und sich für den eigenen Lebensunterhalt zumindest etwas dazu verdienen zu können. Darum hat die Geschäftsführerin Alexandra Schwedtmann beschlossen, das Integrations- und Bildungsprojekt für Flüchtlinge auf Lesbos zu unterstützen, für das auch der Ev. Kirchenkreis und der Eine-Welt-Laden Dinslaken sich engagieren. In diesem Projekt von Lesvos Solidarity, das dessen Leiterin Efi Latsoudi im Mai in Dinslaken vorgestellt hat, stellen Flüchtlinge und Einheimische der Insel Lesbos Taschen aus Rettungswesten her. Diese Westen sind von Flüchtlingen bei der Überquerung des Meeres genutzt und an der Küste von Lesbos zurückgelassen worden. Nun werden sie durch die Weiterverarbeitung zu Taschen zum Zeichen der Hoffnung für die, die in dem Upcycling-Projekt arbeiten. Die Flüchtlinge sitzen auf Lesbos fest, oft Monate oder Jahre und das Warten macht sie krank. Die Arbeit im Projekt gibt Ihnen etwas Würde zurück. Sie können so zu ihrem Lebensunterhalt beitragen und sich durch die Fertigung der Taschen aus weggeworfenem Material etwas verdienen. Darüber hinaus hilft das Projekt den Flüchtlingen, sie in die Gesellschaft vor Ort zu integrieren. Das ermöglicht der Ansatz von Lesvos Solidarity, bei dem Flüchtlinge und einheimische Inselbewohner zusammen im Projekt arbeiten. Die Diakonie Dinslaken will die Lesbos-Taschen ab sofort an ihren Dinslakener Standorten an der Wiesenstr. 44, der Duisburger Str. 103 und im Café Komm (Bahnhofsplatz 4-6) vorhalten und auf Wunsch verkaufen (je nach Tasche zw. 8 und 25 €). Damit soll gleichzeitig ein Zeichen gesetzt werden, um die Menschen hier auf die unwürdigen Bedingungen für Flüchtlinge auf Lesbos aufmerksam zu machen. Der Erlös geht an Lesvos Solidarity. Von dem Geld können Übersetzer bezahlt werden oder Bustickets, die die Flüchtlinge für den Weg von ihrer Unterkunft zur Arbeit im Taschenprojekt brauchen Fotos: Lesvos Solidarity

„ChamberJazz goes Christmas“

beim Rendezvous

nach Ladenschluss im Dezember

Das Trio ChamberJazz ist nicht zum ersten Mal beim Rendezvous nach Ladenschluss zu Gast. Schon im März 2017 begeisterte das Trio in der Ev. Stadtkirche Dinslaken ( Duisburgerstr. 9 ) mit seinem leuchtenden Kammerjazz. Typisch für ChamberJazz ist es, dass die Musiker sich durch viele Stilrichtungen bewegen und sich die besten Zutaten aus Pop, Jazz, Folk und Klassik herausgreifen, um den eigenen Sound daraus entstehen zu lassen. Aber warum „geht ChamberJazz nun eigentlich Weihnachten"? In Weihnachtsliedern aus aller Welt „gibt es eine besondere Substanz, ein Gefühl hinter den Noten, das sich aus dem Schlaf wecken lässt und das lebendig in andere Musikstile hinüber greifen kann: Verspielt und tiefsinnig, frech und fröhlich, aber auch melancholisch und ganz zart“, sagt Matthias Keidel, Saxophonist der Gruppe. ChamberJazz verzaubert Stücke wie "Maria durch ein Dornwald ging", "Little Drummer Boy" oder "We wish you a merry christmas", von "Stille Nacht" mal ganz zu schweigen. Drei Instrumente - Gitarre (Georg Dybowski), Saxophon (Matthias Keidel) und E-Bass (Fritz Roppel) - unterhalten sich im Konzert darüber, wie man diese Klassiker "entstauben" und auf eine inspirierte und neue Weise zum Klingen bringen kann. Wie beim letzten Mal werden die drei Musiker am 10.12. auch diesmal die Musik wieder selbst mit Texten kombinieren. Dabei wird es die eine oder andere freudige Überraschung geben. Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr und ist kostenlos, es wird am Ausgang um eine Spende gebeten. Veranstalter ist der Förderverein Kultur und Evangelische Kirche in Dinslaken e. V..
Ev. Kirchengemeinde Walsum-Vierlinden